Drei gute Gründe: Alkohol als Hausmittel gegen Periodenbeschwerden – eine schlechte Idee

Written By: Stephanie Pingel - Jul• 24•21

Krämpfe, schlechte Laune und Co.: Kein Wunder, dass sich Frau während der Periode vielleicht gern mal ein Glas Wein zur Entspannung gönnt. Das könnte aber mehr Schaden anrichten als helfen!

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle bei brigitte.de.

Zugegeben: Wir HASSEN die ätzenden Beschwerden, die mit der Periode jeden Monat einhergehen. Die eine Frau hat so starke Magenkrämpfe, dass sie kaum noch laufen kann, die zweite fühlt sich mit der Welt zerfallen und will sich heulend im Bett verkriechen und die dritte räumt in einem Heißhunger-Anfall den ganzen Kühlschrank leer.

Zwar gibt es gegen die Beschwerden jede Menge bewährter Hausmittel, auf eines der beliebtesten solltet ihr künftig aber lieber verzichten: Alkohol. Der kann zwar kurzfristig dafür sorgen, dass man die Schmerzen nicht mehr so merkt, sorgt aber dafür für einen ganzen Haufen neuer Probleme.PAID STERN 2020_31 Die Diagnose: Doppelte Herausforderung 10.19

Das macht Alkohol mit eurer Regel

Folgendes kann passieren, wenn ihr während der Menstruation zum Alkohol greift:

1. Es kommt zu Kopfschmerzen, Muskelkrämpfen und Verdauungsstörungen

Magnesium ist für den Körper enorm wichtig – und ein Mangel kann zu den oben genannten Beschwerden führen. Alkohol wiederum ist ein echter Magnesiumkiller und treibt den Spiegel ins Bodenlose. Bis der wieder ausgeglichen ist, dauert es. Bis dahin liegen vermutlich die Magenkrämpfe der Periode schon hinter euch, ihr beißt dann aber nachts ins Kissen, weil ihr nun Beinkrämpfe habt.

2. Euer Zyklus verschiebt sich

Bisher habt ihr immer punktgenau eure Tage bekommen? Das könnte sich ändern, wenn ihr parallel Alkohol trinkt. Denn dieser wirkt auf die Testosteron- und Östrogenspiegel ein und kann nicht nur den Zyklus verschieben, sondern auch dafür sorgen, dass sich die Länge der Periode ändert.

3. Ihr bekommt stärkere Unterleibsschmerzen

Alkohol hat die lästige Eigenschaft, dem Körper Wasser zu entziehen – das ist auch einer der Gründe, warum wir morgens nach der durchfeierten Nacht einen Kater haben. Denn Flüssigkeitsmangel kann nicht nur für die klassischen Kopf-, sondern auch für Unterleibsschmerzen sorgen. Diese in Kombination mit den generellen menstruationsbedingten Magenkrämpfen will ja nun wirklich keiner!Fotostrecke Statements_11 Uhr

Alkohol ist auch bei PMS keine gute Idee

Und als ob das alles noch nicht reicht, sollten wir auch in der Zeit vor den Tagen, also während wir uns mit PMS herumärgern, nicht zum Alkohol greifen. Denn dieser kann all die klassischen Symptome von Stimmungsschwankungen bis hin zu spannenden Brüsten noch verschlimmern.

Und was hilft dann?

Bei den klassischen Menstruationsbeschwerden helfen vor allem Wärmflaschen gegen Unterleibsschmerzen und leichte (!) Bewegung zur Ablenkung, beispielsweise ein Spaziergang. Aber auch die Ernährung kann eine Rolle spielen: Achte auf eine ausreichende Magnesiumversorgung, um Krämpfe zu vermeiden. Magnesium steckt zum Beispiel in Vollkornreis und Nüssen.

Bücherflut zu Ex-US-Präsident: Trump, wie er im Buche steht – die brisantesten Enthüllungen auf einen Blick

Written By: Florian Schillat - Jul• 23•21

Vier Chaosjahre unter Trump im Weißen Haus zwischen zwei Buchdeckel pressen? Praktisch unmöglich. Und doch haben es erneut einige Autoren versucht – mit Hilfe des Ex-Präsidenten selbst. Was steht drin?

Was wohl Carlos Lozada gerade denken mag? 

Es sind bereits so viele Bücher über Donald Trump und seine Präsidentschaft erschienen, dass es schon ein Buch über Trump-Bücher gibt. Lozada hat es verfasst, es heißt "What Were We Thinking", also: "Was haben wir uns gedacht". 

Der Literaturkritiker der "Washington Post" hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Trump-Buch zu lesen, um eine Erklärung für diese bizarre Episode in der US-Politik zu finden. Vier Jahre und knapp 150 Bücher später legte er seine "Trump-Studie" vor, wie Lozada sein Werk trocken beschreibt. Das war im Oktober 2020.

Seitdem ist viel passiert. Und sollte der Trump-Gelehrte noch immer den Anspruch auf Vollständigkeit haben, dürfte er noch einige Buchmeter zu bewältigen haben.

So kam der neue Schwung an Trump-Schmökern zustande

In den vergangenen Wochen sind zahlreiche Wälzer des Wissens erschienen, die ein Schlaglicht auf Trumps letzten Tage im West Wing werfen. Und natürlich sind sie wieder gespickt mit zahllosen Peinlichkeiten, Possen und politischem Sprengstoff. Die "New York Times" fragt sich unlängst: "Gibt es an diesem Punkt überhaupt noch etwas über Trump zu lesen, das einen schocken könnte?"

In der Tat: Einen Politiker, der in derart großem Stil exponiert und ausgeleuchtet wurde, dürfte es bisher nicht gegeben haben. Insofern liegt der eigentliche Knüller der neuen Lektüre auch jenseits ihres Inhalts. 

PAID Angst der Republikaner vor Trump 10.42

Denn Trump hat für den neuen Schwung an Schmökern mit Dutzenden Autorinnen und Autoren persönlich gesprochen, sie teilweise sogar zum Essen in seinem Luxusanwesen Mar-a-Lago in Florida eingeladen. Seitdem er die Schlüssel der Pennsylvania Avenue 1600 an den neuen Hausherren Joe Biden übergeben hat, soll er mindestens 22 Gespräche für 17 verschiedene Bücher geführt haben, berichtete das US-Portal "Axios".

Was will Trump erreichen?

Aber warum? Das kann sich Michael Wolff nur so erklären: "Für Trump zählt fast nur die Aufmerksamkeit in den Medien, egal ob sie positiv oder negativ ist."

Der berüchtigte Klatschreporter dürfte wissen, wovon er spricht: Nachdem sein Erstling über Trump ("Feuer und Zorn") etliche Schlagzeilen produzierte, wollten dessen Anwälte die Veröffentlichung stoppen. Für sein nunmehr drittes Trump-Buch lud ihn der Protagonist zum Dinner ein – mit sich und seiner Frau Melania. "Er sieht das so: Da ist ein Typ, der verkauft viele Bücher, warum also nicht?", sagte Wolff dem "Spiegel". Gemessen an den vielen Chart-Platzierungen bei Amazon scheint die Strategie geglückt.  

Theater um 6. Januar-Ausschuss 1610

Dass Trump vielmehr daran gelegen sein dürfte, im Gespräch zu bleiben statt staatsmännisch auf seine Zeit als US-Präsident zurückzublicken, steht ohnehin außer Frage. Viele Gespräche mit den Autorinnen und Autoren führte er offiziell, also nicht im Hintergrund, wie es Journalisten nennen: Das erlaubt den Autorinnen und Autoren, Trump namentlich zu zitieren. Ein Schelm, wer denkt, Trump könnte darauf abgezielt haben, seinen Namen im Zuge der Berichterstattung fortlaufend zu lesen.

Doch auch anonyme Quellen und frühere Mitarbeiter werden in den neuen Büchern herangezogen, um ein Destillat von Trumps letzten Tagen zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. Vielleicht mag deren Lektüre nicht mehr zwingend schockieren (angesichts der Abgeklärtheit, die Leserinnen und Leser nach vier Jahren Häme, Hass und Hetze entwickelt haben könnten). Doch "zusammengenommen zeigen diese Trump-Bücher, wie nahe die USA an einer Katastrophe waren", schreibt etwa der "Guardian"

Das steht in den neuen Trump-Büchern 

Stichwort: Corona-Pandemie. In "Nightmare Scenario" schildern die "Washington Post"-Journalisten Yasmeen Abutaleb und Damian Paletta, wie sehr Trump im Kampf gegen das Virus versagt hat. Demnach soll der damalige Präsident zu Beginn der Pandemie erwogen haben, infizierte Landsleute nach der Rückkehr aus dem Urlaub zur Quarantäne ins Gefangenenlager Guantánamo zu schicken. "Haben wir keine Insel, die wir besitzen?", soll Trump im Februar 2020 im Weißen Haus gefragt haben, bevor sich das Virus dramatisch in den USA ausbreitete. Und dann: "Was ist mit Guantánamo?" Trump-Berater seien fassungslos gewesen, schrieb die "Washington Post", die einen Vorabdruck veröffentlichte. Letztlich sei die Idee verworfen worden, weil sich die Berater über die öffentliche Reaktion gesorgt hätten.

Stichwort: Black Lives Matter. In "Frankly, We Did Win This Election" schreibt der "Wall Street Journal"-Reporter Michael Bender, dass Trump die Demonstranten – die nach dem Tod des Schwarzen George Floyd durch einen weißen Polizisten landesweit protestierten – brutal niederschlagen lassen wollte. Demnach soll er von den Einsatzkräften gefordert haben, den Protestierenden die Schädel zu brechen ("crack skulls"), sie zusammenzuschlagen ("beat the fuck out") und zu erschießen ("Just shoot them"). Laut Bender soll etwa Trumps damaliger Justizminister William Barr in Fundamentalopposition gegangen sein, woraufhin der erzürnte Präsident seine Forderungen abgeschwächt habe: "Dann schießt ihnen ins Bein – oder vielleicht in den Fuß. Aber seid hart zu ihnen!", wird Trump zitiert.

Stichwort: Sturm auf das Kapitol. In "I Alone Can Fix This" berichten die "Washington Post"-Reporter Carol Leonnig und Philip Rucker von der Sorge des damaligen US-Generalstabschefs Mark Milley, dass es zu einem Putschversuch kommen könnte, um Trump im Amt zu halten. Wenige Tage vor dem tödlichen Sturm auf das Kapitol am 6. Januar soll Milley vor Vertrauten gesagt haben: "Das ist ein Reichstag-Moment", "die Glaubensbotschaft des Führers". Trump hatte nach seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl wiederholt Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug geäußert.

Mit seinen Bemerkungen habe Milley Parallelen zum Reichstagsbrand gezogen. Die Nationalsozialisten hatten ein durch Brandstiftung verursachtes Feuer im deutschen Parlament 1933 genutzt, um ihre Diktatur zu festigen. Trump reagierte prompt nach Vorabveröffentlichung der entsprechenden Passagen: Er habe nie mit einem Putsch gedroht oder mit irgendjemanden über einen Putsch gesprochen.

Zweifellos überliefert ist, dass Trump die Ereignisse vor dem Kapitol noch immer herunterspielt. Die Aussagen wurden für das Buch ""I Alone Can Fix This" auf Band aufgezeichnet. "Und es war übrigens auch eine liebevolle Menschenmenge. Es gab eine Menge Liebe. Das habe ich von allen gehört", sagte Trump nach einem Audiomitschnitt der "Washington Post"-Reporter Carol Leonnig und Philip Rucker. Trump glaube, es sei die größte Menschenmenge gewesen, zu der er jemals zuvor gesprochen habe, sagte Trump weiter. 

Seine Anhänger hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Kapitol-Polizist. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens wurde er freigesprochen.

Stichwort: Trumps Faible für Diktatoren und Despoten. Dass Trump eine Faszination für Autokraten hat, ist keine Neuigkeit – mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hegte er sogar eine Art Brieffreundschaft. Eine Bemerkung habe Trumps ehemaligen Stabschef John Kelly aber "betäubt" zurückgelassen, schreibt "Wall Street Journal"-Reporter Michael Bender in "Frankly, We Did Win This Election". Auf einer Europareise im Jahr 2018 soll der US-Präsident zu ihm gesagt haben: "Nun, Hitler hat viel Gutes getan." Anlass des Besuchs war das 100-jährige Jubiläum des Endes des Ersten Weltkrieges. Weiter schreibt Bender, dass Trump die Bemerkung während einer improvisierten Geschichtsstunde gemacht habe, in der Kelly "den Präsidenten daran erinnerte, welche Länder während des Konflikts auf welcher Seite standen" und "die Punkte vom ersten Weltkrieg mit dem Zweiten Weltkrieg und allen Gräueltaten Hitlers verknüpfte".

Bericht soll Unterstützung Trumps durch den Kreml belegen 19.28h

Trump bestritt, die wohlwollende Bemerkung über Hitler gemacht zu haben. Autor Bender zitiert jedoch mehrere anonyme Quellen, die berichten, dass der Stabschef "den Präsidenten ermahnte, dass er falsch liegt, aber Trump sich nicht beirren ließ" und besonders die wirtschaftliche Erholung Deutschlands unter Hitler in den 1930er-Jahren positiv hervorhob. "Kelly schoss abermals zurück", schreibt Bender, "und argumentierte, dass das deutsche Volk besser arm gewesen wäre, als dem Nazi-Völkermord ausgesetzt gewesen zu sein." Laut Bender wurde Trump von Kelly gewarnt, dass selbst wenn seine Behauptung über die deutsche Wirtschaft wahr wäre, "Sie niemals etwas sagen dürfen, das Adolf Hitler unterstützt. Das können Sie einfach nicht."

Wellness-Behandlung: Gesichtssauna gegen Hautunreinheiten: Tipps zur Anwendung und Wirkung

Written By: Anna Stefanski - Jul• 23•21

Dass Wasserdampf die Poren öffnet, ist gemeinhin bekannt. Um Hautunreinheiten zu bekämpfen, ist jedoch kein Saunagang erforderlich. Stattdessen lassen sich Pickel und Mitesser ganz einfach mit einem sogenannten Facial Steamer behandeln. Wie das Gerät funktioniert, wird in diesem Artikel erläutert.

Ein "Facial Steamer", zu Deutsch "Gesichtsdampfer", arbeitet mit gewöhnlichem Wasserdampf. Hier stellt sich die Frage, warum man sich dann überhaupt ein derartiges Gerät zulegen sollte, wenn ein gewöhnlicher Topf mit heißem Wasser dafür genauso verwendet werden könnte? Tatsächlich liegt der Unterschied im Detail: Eine Gesichtssauna kann den Dampf regulieren, das gilt insbesondere für die Temperatur. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, den Facial Steamer Ihren individuellen Ansprüchen als auch Ihrem Hauttyp anzupassen. Und das sind noch nicht alle Vorteile, die ein Gesichtsdampfer zu bieten hat.

API Medisana

Für welchen Hauttyp eignet sich die Gesichtssauna?

Durch die Tiefenreinigung mit besonders feinem Wasserdampf sollen sich die Poren im Gesicht noch besser öffnen können, sodass Talgablagerungen und Schmutz an die Oberfläche geschwemmt werden. Möglich wird das durch eine spezielle Ionen-Technologie, die in den meisten Modellen verbaut wurde. Neben der Bekämpfung von lästigen Hautunreinheiten wie Mitessern, Akne und Pickeln kann ein Facial Steamer die Durchblutung anregen und das Gesicht somit mit Sauerstoff versorgen – was wiederum wichtig für die Zellerneuerung ist. Und zu guter Letzt soll eine Gesichtssauna auch der Hautalterung entgegenwirken können. Jetzt kommt das große Aber: Während das Gerät für Menschen mit unreiner, fettiger und öliger Haut besonders gut geeignet ist, sollten Sie den Facial Steamer mit Vorsicht genießen, wenn Sie zu trockener und empfindlicher Haut neigen. Er kann der Haut austrocknen, sodass Ihr Gesicht nach der Anwendung unbedingt mit einer rückfettenden Feuchtigkeitscreme behandelt werden sollte.

Warnung: Leiden Sie unter Hautreizungen, Ekzemen, Rosazea oder Couperose, ist eine Gesichtssauna nicht empfehlenswert, da sie die Symptome verstärken kann.

Gesichtssauna-Check: Fünf Modelle im Vergleich

Der Facial Steamer besteht in der Regel aus einem Dampfgerät und einem Diffusor. Die meisten Modelle werden mit weiteren Aufsätzen geliefert, mit deren Hilfe einzelne Hautpartien gezielter behandelt werden können. Zudem sind Aromatherapien mit ätherischen Ölen möglich, die eine entzündungshemmende Wirkung auf die Haut haben sollen. Und auch zum Inhalieren kann so manches Gerät eingesetzt werden, etwa bei typischen Erkältungsbeschwerden. Im Folgenden werden fünf unterschiedliche Modelle vorgestellt.

API Beurer

1. Gesichtssauna von Beurer
Bei diesem Modell von Beurer können Sie die Intensität (von null bis 15), wie viel Dampf aus der Gesichtssauna treten soll, selbst regulieren. Das Gerät darf sowohl zur kosmetischen Behandlung als auch zum Inhalieren eingesetzt werden – hierfür gibt es einen speziellen Aufsatz. Zudem findet sich ein Duftstoffbehälter im Lieferumfang, sodass spezielle Aromatherapien möglich sind.

API Lonove

2. Gesichtssauna von Lonove
Der Bestseller bei Amazon kommt aus dem Hause Lonove: Die Gesichtssauna ist mir der Ionen-Technologie ausgestattet, durch die Wasser in winzige Nanopartikel gespaltet wird – und somit noch tiefer in die Haut eindringen kann als gewöhnlicher Dampf. Laut Hersteller benötigt das Gerät nur 30 Sekunden, bis es zehn Minuten lang am Stück zur Gesichtsreinigung eingesetzt werden kann.

API Revlon

3. Gesichtssauna von Revlon
Der "Ultimate Glow" Facial Steamer von Revlon ist bei Otto erhältlich. Die Gesichtssauna kann den Wasserdampf auf bis zu 45 Grad erwärmen, sodass er die Haut (laut Hersteller) mit mehr Feuchtigkeit versorgen und sie gleichzeitig reinigen kann. Auch dieses Gerät wurde mit der UV-Technologie ausgestattet, zudem besitzt es eine verstellbare Düse, um sie auf gezielt auf Stirn, Nase oder Kinn auszurichten.

API Grundig

4. Gesichtssauna von Grundig
Auch der Facial Steamer von Grundig dient ausschließlich der kosmetischen Gesichtshydration sowie der Tiefenreinigung – im Kampf gegen Mitesser, Akne und Pickel. Der Hersteller wirbt damit, dass Sie den Dampf individuell auf Ihr Gesicht einstellen können. Möglich wird das durch einen verstellbaren Dampfauslass. Die durchblutungsfördernde Anwendung wird mit zehn bis 15 Minuten für zwei bis dreimal in der Woche empfohlen.

API Panasonic

5. Gesichtssauna von Panasonic
Das mit Abstand teuerste Gerät dieser Runde kommt von Panasonic: Im Gegensatz zu den anderen Modellen wirbt der Hersteller damit, dass seine Gesichtssauna – neben der porentiefen Reinigung durch die Nano-Ionen-Technologie – kleine Linien und Fältchen im Gesicht mindern kann. Möglich wird das durch die Dampfpartikel, welche 18.000 Mal feiner sein sollen als die eines gewöhnlichen Wasserdampfbades.

So wenden Sie eine Gesichtssauna richtig an

Bevor Sie mit der ersten Anwendung beginnen, sollten Sie Ihr Gesicht gründlich reinigen und von Make-up-Resten befreien. Unabhängig davon, was in der Gebrauchsanleitung steht, ist es ratsam, das Gerät beim ersten Mal nicht länger als zehn Minuten einzusetzen. So können Sie Ihre Haut langsam an die Behandlung gewöhnen und herausfinden, wie Ihr Gesicht auf den Wasserdampf reagiert. Um die Gesichtssauna zu starten, lesen Sie sich am besten die Anweisungen des Herstellers durch, da jeder Facial Steamer unterschiedlich funktioniert. Gemein haben die meisten Geräte folgende Schritte:

  1. Befüllen Sie die Gesichtssauna mit destilliertem Wasser (die Mengenangabe beachten), da die meisten Geräte keine Funktion zum Entkalken haben und normales Wasser die Düsen verstopfen würden.
  2. Stellen Sie das Gerät an und warten Sie so lange (in der Regel 30 Sekunden), bis sich das kalte Wasser erhitzt hat und in Dampf umgewandelt wird, der aus den Drüsen der Gesichtssauna austreten soll.
  3. Führen Sie Ihr Gesicht so nah an den Facial Steamer heran, dass zwischen Ihnen und dem Gerät ein Abstand von mindestens 20 Zentimetern besteht. Halten Sie Ihre Augen während der Anwendung geschlossen.
  4. Schalten Sie das Gerät nach zehn Minuten ab und leeren Sie den Wassertank wieder aus. Waschen Sie Ihr Gesicht anschließend mit kaltem Wasser ab, um die Haut von überschüssigen Talgresten zu befreien.
  5. Lassen Sie Ihr Gesicht abkühlen, bevor Sie es mit einer reichhaltigen Pflegecreme einschmieren. Alternativ können Sie auch eine Pflegemaske verwenden, um Ihre Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Und noch ein paar Tipps zum Schluss: Wie bei jedem Saunagang auch, gilt für den Facial Steamer: Übertreiben Sie es nicht. Verwenden Sie das Gerät nicht zu häufig, am besten nicht mehr als zweimal die Woche in den Sommermonaten. Im Winter sollte die Gesichtssauna sogar nur maximal einmal pro Woche eingesetzt werden, die die Haut sonst zu schnell austrocknen würde.

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Pandemie: Doppelt geimpft – und trotzdem mit Corona angesteckt? Das steckt dahinter

Written By: Ilona Kriesl - Jul• 22•21

Die Impfungen gegen das Coronavirus reduzieren Infektionen und verhindern schwere Verläufe und Todesfälle. Und dennoch: Es kann in seltenen Fällen passieren, dass sich auch doppelt geimpfte Menschen infizieren oder gar Symptome entwickeln. Warum das nicht überraschend ist.

Erst stieg sie langsam, dann schnell, nun entschleunigt sie sich wieder: Die Impfquote bekommt in diesen Tagen viel Aufmerksamkeit. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens eine Impfdosis erhalten. 48 Prozent gelten als vollständig geimpft. Das entspricht knapp 40 Millionen Menschen.

Parallel gibt es allerdings auch eine weniger schöne Entwicklung: Zuletzt zog die Zahl der Neuinfektionen erneut an, was vor allem der besonders ansteckenden Virusvariante Delta zuzuschreiben ist, die jetzt auch in Deutschland dominiert. Die bundesweite Sieben-Tages-Inzidenz steigt seit einigen Tagen wieder an und liegt derzeit bei 12,2. Noch in der Vorwoche lag der Wert bei 8,0.STERN PAID Großbritannien Tag der Freiheit 10.30

Das hat zur Folge, dass eine immer größer werdende Anzahl vollständig Geimpfter vermehrt mit dem Virus in Kontakt kommt. In den allermeisten Fällen zieht das Virus den Kürzeren. Die durch die Impfungen gebildeten Antikörper fangen das Virus ab, reduzieren Infektionen und verhindern schwere Verläufe sowie Todesfälle. Daten aus den USA untermauerten kürzlich, wie stark Geimpfte von dem Schutz vor schweren Verläufen profitieren: 99,9 Prozent der Krankenhauseinweisungen durch Corona betrafen demnach Ungeimpfte oder Menschen ohne vollständigen Impfschutz.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt dazu: "Impfstoffe gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 verhindern, an Covid-19 zu erkranken und bieten einen hochwirksamen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen." Ihr Nutzen überwiege mögliche Risiken bei weitem.

Kein Impfstoff schützt zu 100 Prozent

In seltenen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass das Virus die Oberhand behält und es zu einer Infektion auch bei vollständig Geimpften kommt. Treten zusätzlich Symptome auf, sprechen Medizinerinnen und Mediziner von einem sogenannten Impfdurchbruch. 

Das klingt zunächst bedrohlich, besagt aber nichts anderes, als dass auch eine Impfung keinen hundertprozentigen Schutz vor Ansteckung und Erkrankung bietet – was bereits seit langem bekannt ist und auch in den Zulassungsstudien der Impfstoffe beobachtet wurde.

Was die Wirksamkeit besagt

Beispiel: Biontech. Das Vakzin zeigte in der finalen und großen Zulassungsstudie eine Wirksamkeit von 95 Prozent. Es verhinderte demnach 95 Prozent der Covid-19-Erkrankungen durch ursprüngliche Varianten. Das ist ein sehr guter Wert. Allerdings bedeutet das nicht, dass von 100 geimpften Personen 95 gesund bleiben, während fünf erkranken. Der Wert ist vielmehr ein Maß für die Risikoreduktion.Immunologe Watzl Interview 16.20

Was das bedeutet, wird klarer, wenn man sich vor Augen führt, wie Impfstoffe getestet werden. Große Zulassungsstudien haben immer mehrere Tausend Probandinnen und Probanden. Sie werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine erhält den Impfstoff, die andere dagegen ein wirkungsloses Placebo. Im Anschluss prüfen die Forschenden, wie viele Menschen in der Nachbeobachtungszeit an Covid-19 erkranken. Aus dem Unterschied der zwei Gruppen ergibt sich die Wirksamkeit.

Dazu eine fiktive Beispielrechnung: Angenommen, in einer Impfstoffstudie gibt es eine Placebo- und eine Impfstoff-Gruppe mit je 5200 Probanden. In der Placebo-Gruppe erkranken – rein fiktiv – 150 Menschen an Covid-19. Besitzt der Impfstoff eine Wirksamkeit von 95 Prozent, so erkranken in der Impfstoff-Gruppe lediglich etwas mehr als sieben Personen (7,5). Das sind wenige – aber eben nicht Null.

Das RKI listet in seinem Situationsbericht vom 14. Juli 5374 registrierte Impfdurchbrüche seit Anfang Februar. 676 von ihnen mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Die überwiegende Mehrheit von ihnen war älter als 60 Jahre (614). Aktuell sind 40 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Die Zahl der bekannten Impfdurchbrüche ist also vergleichsweise sehr gering.

Krankenhausdaten aus Israel zeigen zudem, dass es vor allem vorerkrankte Menschen sind, die trotz zweifacher Impfung in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

"Prophylaxe ist keine Erfolgsgarantie"

Die Ärztin und Autorin Natalie Grams-Nobmann betonte kürzlich auf Twitter den Nutzen der Impfungen: "Wer nicht versteht, warum man trotz vollständiger Impfserie COVID-19 bekommen kann, versteht auch nicht, warum man trotz Pille schwanger werden kann", schrieb sie. Prophylaxe sei keine Erfolgsgarantie, aber das Risiko sei ungemein geringer.Auf dem Boot, durchs Autofenster, in Slums: So impft die Welt_2011

Wichtig wird nun sein, herauszufinden, ob bestimmte Mutanten häufiger zu Impfdurchbrüchen führen und inwiefern mögliche Drittimpfungen das verhindern können. Für besonders vulnerable Personengruppen – darunter Ältere und chronisch Kranke – wird eine sogenannte Booster-Impfung bereits seit längerem diskutiert. Der Grund: Studien zeigen, dass die Immunantwort bei diesen Personengruppen schwächer als üblich ausfallen kann – was auch den Schutz vor Infektion und schwerer Erkrankung schmälert. Betroffen können demnach einige Krebspatienten oder Menschen nach Organtransplantationen sein.

Für die Virusvariante Delta gibt es zudem erste Hinweise, dass sie die Effektivität aktueller Impfstoffe etwas herabsetzt – wenn auch nicht aushebeln kann.

Ob Impfstoffe symptomatische Erkrankungen verhindern, ist jedoch nicht der einzige Maßstab, mit dem der Erfolg der Vakzine bemessen wird. Auch Impfstoffe, die zuverlässig schwere Verläufe und Todesfälle verhindern, sind ein echter "Gamechanger". Und in diesen zwei Punkten scheinen die aktuellen Impfstoffe nach wie vor gut abzuschneiden. Sie schützen demnach weiterhin effektiv gegen schwere Verläufe mit der Virusvariante Delta, wie Daten aus Großbritannien zeigen.

Guter Schutz vor schweren Erkrankungen

Israel Delta Impfung 18.55Der Impfstoff von Biontech/Pfizer schützte demnach zu 96 Prozent vor einer Krankenhauseinweisung wegen einer Delta-Infektion. Der Astrazeneca-Impfstoff kam auf rund 92 Prozent. Neuere Daten, die aus Israel vorliegen, legen nahe, dass der Biontech-Impfstoff schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte zu 93 Prozent abwehrt. Wichtig ist eine vollständige Impfung.

Klar ist aber auch: Die Impfstoffe können schwere Verläufe nicht in jedem einzelnen Fall verhindern. Der Schutz liegt – ähnlich wie bei den Infektionen – nicht bei 100 Prozent. Es wird immer wieder Menschen geben, die sich trotz vollständiger Impfung infizieren und auch schwer erkranken können. So tragisch diese Fälle sind: Würde dies dazu führen, dass man den Nutzen der Impfung grundsätzlich anzweifelt, würde das zwangsläufig noch mehr Leid bedeuten.

Um eine vierte Welle Richtung Herbst mit all ihren negativen Begleiterscheinungen weitgehend einzudämmen, müssten nach Berechnungen des RKI mindestens 85 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Davon ist Deutschland noch weit entfernt. 

Zoff um Ausschuss-Mitglieder: Sturm auf US-Kapitol – das bizarre Gerangel zwischen Aufklärern und Trump-Loyalisten

Written By: Niels Kruse - Jul• 22•21

Vergiftete Stimmung im US-Kongress: Die Demokraten ringen darum, die Erstürmung des Kapitols am 6. Januar aufzuklären. Doch Trump-treue Republikaner betreiben Fundamentalopposition, und so nimmt allein die Ausschussgründung groteske Ausmaße an. 

Wie es um die parlamentarischen Sitten in den USA steht, bewies jüngst ein derber Schlagabtausch zwischen dem US-Top-Virologen Anthony Fauci und dem Senator Rand Paul bei einer Anhörung vor dem US-Kongress. Der Republikaner reizte den gemeinhin zurückhaltenden Wissenschaftler so sehr mit provokanten Halb- und Viertelwahrheiten über die Corona-Forschung, dass der ihn offen ins Gesicht sagte: "Herr Senator, wenn hier einer lügt, dann sind Sie das." Die bizarren Folgen der offenen Feindseligkeit zwischen den beiden Lagern hat, zeigen sich auch am endlosen Streit über die Untersuchung des Kapitol-Sturms.

Attacke auf das Herz der amerikanischen Demokratie

Seit Monaten schon drängen die Abgeordneten der Demokraten darauf, dass ein Ausschuss den Angriff auf das Kapitol am 6. Januar genauer untersuchen soll. Die Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump hatten zu Beginn des Jahres den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Die Attacke auf das Herz der amerikanischen Demokratie hatte das Land zutiefst schockiert. Doch möglicherweise haben nicht alle ein Interesse daran, die Hintergründe allzu detailliert zu erfahren.

Fotostrecke Eskalation in Washington - 8.55 Uhr

Im Juni hatte die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die Gründung eines Sonderkomitees zum 6. Januar angekündigt. Zuvor war eine überparteiliche Untersuchungskommission nach dem Vorbild des "9/11"-Gremiums am Widerstand der Republikaner und Republikanerinnen gescheitert. Doch auch gegen den neuen Ausschuss setzten sich die Konservativen zur Wehr. Da Pelosi als ranghöchste Politikerin nach dem US-Präsidenten über acht der 13 Mitglieder allein entscheiden kann, trickste sie also auf ihre Weise: Neben ihren sieben Parteifreunden berief sie die Republikanerin Liz Cheney in die Runde – eine erklärte Gegnerin des weiterhin einflussreichen Ex-Präsidenten Trump.

Doch auch darüber waren die Republikaner erbost. Kevin McCarthy, Oppositionsführer im Repräsentantenhaus, sei "schockiert" über diesen "beispiellosen" Vorgang, sagte er. Vermutlich nimmt er Cheney ihr Ja beim letzten Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump übel. McCarthy gilt wie die allermeisten Republikanerinnen und Republikaner als Trump-Loyalist. Nach der Berufung soll er Cheney sogar mit dem Rauswurf aus allen parlamentarischen Ausschüssen gedroht haben, sollte sie den Sitz annehmen. Das bestritt der Minderheitenführer später. Über die Tochter des Ex-Vizepräsidenten Dick Cheney bemerkte er nur kühl: "Es kommt mir so vor, dass sie vielleicht den Demokraten vielleicht nähersteht als uns."

Amtsenthebungsverfahren gegen Trump

Der Kapitol-Sturm vom 6. Januar gilt als der schwerste Angriff auf das Parlamentsgebäude in jüngerer Vergangenheit. Zuvor hatte Donald Trump seinen unbelegten Vorwurf des massiven Wahlbetrugs wiederholt und seine Zuhörerinnen und Zuhörer aufgefordert, zum Kapitol zu marschieren und "auf Teufel komm raus zu kämpfen". Der damalige US-Präsident musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, am Ende des Verfahrens wurde er durch die Stimmen der republikanischen Senatoren und Senatorinnen freigesprochen.

Da Liz Cheney den Republikanern offenbar nicht republikanisch genug war, hatte Minderheitsführer Kevin McCarthy seinerseits fünf Parteifreunde für den Ausschuss nominiert – sie alle gelten als Unterstützer des abgewählten Präsidenten. Auf der Liste stehen Jim Jordan, Jim Banks, Rodney Davis, Kelly Armstrong und Troy Nehls. Zwei von ihnen aber wollte nun Nancy Pelosi wiederum nicht als Mitglieder akzeptieren: "Aus Respekt vor der Integrität der Untersuchung und Besorgnis über die Aussagen und Handlungen dieser Abgeordneten müsse sie Jim Banks und Jim Jordan als Mitglieder des Gremiums ablehnen", sagt sie.

Jim Jordan zählt zu den glühendsten Trump-Anhängern. Jim Banks hatte nach seiner Nominierung erklärt, dass das Gremium nicht nur die Attacke auf das Kapitol am 6. Januar untersuchen solle, sondern "Hunderte gewalttätige politische Ausschreitungen im letzten Sommer", etwa von "Linksextremisten". McCarthy kommentierte die Ablehnung seiner Kandidaten trotzig: Das sei Machtmissbrauch. Man werde nicht dem Ausschuss teilnehmen, sollte Pelosi nicht alle fünf Kandidaten akzeptieren. "Kein Ausschuss im Kongress wird funktionieren, wenn eine Person alle aussucht, die daran teilnehmen können", sagte er.

Biden: "Hören sie auf zu sagen, am 6. Januar sei nichts passiert"

Die erste Anhörung des Ausschusses ist für die letzte Juli-Woche geplant. Dabei sollen unter anderem Mitglieder der Polizei, des Kapitols und Beamte der Polizei der Hauptstadt Washington angehört werden. Da die Zeit drängt, mischt sich nun auch der Präsident höchstselbst ein: An McCarthy gerichtet sagte Joe Biden bei einer Bürgerversammlung in Cincinnati: "Es ist mir egal, ob Sie denken, ich sei der wiedergeborene Satan. Tatsache ist, Sie können nicht auf den Fernseher schauen und sagen, dass am 6. Januar nichts passiert ist. Sie können nicht auf Menschen hören, die sagen, das war eine friedliche Demonstration."

Quellen: "Neue Zürcher Zeitung", DPA, AFP, The Hill, "New York Post"

Gesundheit: So mies ist die Luft im Fitness-Studio

Written By: Alexandra Kraft - Jul• 22•21

Falls Sie einen Grund brauchen, im Freien Sport zu machen, hätte unsere Autorin Alexandra Kraft was für Sie: Forscher haben festgestellt, dass die Luft in Fitness-Studios teils stark belastet ist.

Haben Sie noch nach einem Grund gesucht, trotz Regen und schwüler Hitze draußen zu trainieren? Vielleicht hilft Ihnen eine neue Studie der Universitäten von Lissabon und Delft auf die Sprünge.

Denn gesund ist das längst nicht, was das Forscherteam in der Luft von Fitness-Studios gefunden hat. Bei ihrer Untersuchung der Luftqualität in Sportstudios in Lissabon stießen sie auf teilweise erschreckende Werte. Besonders prekär an der Untersuchung: Deutsche Studios sind vergleichbar eingerichtet und werden mit ähnlichen Belüftungssystemen betrieben wie die portugiesischen. So sind in einem größeren Raum meist Geräte, Gewichte und Laufbänder untergebracht, kleinere Räume sind für Aerobic, Yoga oder Zumba vorgesehen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch in Deutschland ähnliche Verhältnisse herrschen.

Die Messungen wurden am späten Nachmittag und Abend vorgenommen. Zu Zeiten also, in denen die Studios meist sehr gut besucht waren. Insgesamt stießen die Forscher auf ein hohes Maß an in der Luft herumwirbelndem Staub, Formaldehyde und Kohlenstoffdioxide. Alle drei Werte überstiegen die üblicherweise eingehaltenen Richtwerte in Innenräume deutlich. Und zwar so weit, dass man sie nicht mehr als gesund bezeichnen kann.

Die Zahlen stiegen vor allem während der Abendstunden, wenn besonders viele Sportler Staub in den Räumen aufwirbelten. Die größte Gefahr sehen die Wissenschaftler im in der Luft enthaltenen Staub und dem Formaldehyd. Diese beiden Stoffe können Asthma und andere Atemwegsprobleme auslösen. Bei Trainierenden in einem Studio, die während der Belastung intensiv atmen, kann das schnell zu Beschwerden führen. Denn Staub und Formaldehyd können tiefer als sonst üblich in die Lungen eindringen.

Die darüber hinaus gefundenen Kohlenstoffdioxide sind für den Menschen zwar nicht giftig, verursachen aber starke Müdigkeit und Benommenheit. Nicht gerade ideal, wenn man als Sportlerin und Sportler frisch und leistungsstark sein möchte. Findet man diesen Stoff in der Luft, kann man davon ausgehen, dass die Räume schlecht belüftet sind.

Nach genauer Lektüre der Studie finde ich persönlich gerade keinen schöneren Gedanken, als morgen früh im Hamburger Sommer-Nieselregen draußen laufen zu gehen. Und Sie?


Vor 10 Jahren : „Schwimm oder stirb“: Wie die Norwegerin Emma Martinovic den Terror auf Utøya überlebte

Written By: Steffen Gassel - Jul• 22•21

Im Juli 2011, vor 10 Jahren, hat Anders Behring Breivik auf Utøya 69 Menschen erschossen. Emma Martinovic ist als Leiterin einer Jugendgruppe auf der Insel, als Breivik das Feuer eröffnet. Sie überlebt leicht verletzt. Bis heute fühlt sie sich in ihrem Land nicht sicher.

Im Juli 2011, vor 10 Jahren, hat Anders Behring Breivik auf Utøya 69 Menschen erschossen. Emma Martinovic ist als Leiterin einer Jugendgruppe auf der Insel, als Breivik das Feuer eröffnet. Sie überlebt leicht verletzt. Bis heute fühlt sie sich in ihrem Land nicht sicher.

Corona-Impfungen: „Das ist gruselig“: Wie Fox-News-Moderatoren versuchen, die Impfkampagne in den USA zu blockieren

Written By: Leonie Scheuble - Jul• 21•21

Während die Delta-Variante in den USA massiv auf dem Vormarsch ist, wettern einige Top-Moderatoren von Fox News vermehrt gegen die Impfungen. Die Stimmungsmache kommt für Bidens Impfkampagne zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.

Delta lässt in den USA die Alarmglocken läuten. Inzwischen ist die besonders ansteckende Corona-Variante für rund 83 Prozent aller untersuchten Infektionen verantwortlich. "Das ist ein dramatischer Anstieg", warnte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Dienstag. Noch Anfang Juli hätte die Variante nur die Hälfte der Fälle ausgemacht. Die CDC-Chefin betonte daher nachdrücklich die Impfungen als "wichtigste Waffe im Kampf gegen die Pandemie" und forderte alle Amerikanerinnen und Amerikaner auf, sich möglichst bald impfen zu lassen.

Eine ganz andere Botschaft verbreiten währenddessen einige Top-Moderatoren des konservativen Senders Fox News. Besonders in den Prime-Time-Shows von Tucker Carlson und Laura Ingraham werde massiv Stimmung gegen die Impf-Empfehlung der CDC gemacht, berichtet die "New York Times". Sowohl die Moderatoren als auch die Talk-Show-Gäste hätten mehrfach erzählt, dass die Impfstoffe gefährlich sein könnten und dass die Leute berechtigt seien, diese abzulehnen. 

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Carlson nennt Impf-Plan "größten Skandal" seines Lebens

Gefundenes Fressen war für Carlson und Ingraham auch der neueste Plan der Biden-Regierung um die Impfquote zu erhöhen. Mitarbeiter des Gesundheitswesens sowie Freiwillige sollten von Tür zu Tür gehen, um Skeptiker persönlich von der Impfung zu überzeugen. "Von Tür zu Tür gehen?", wetterte Moderatorin Laura Ingraham in ihrer Sendung "The Ingraham Angle". "Das ist gruseliges Zeug."

Tucker Carlson, der mit durchschnittlich 2,9 Millionen Zuschauern als beliebtester Fox News-Moderator gilt, ging sogar noch einen Schritt weiter. Der Biden-Plan sei ein Versuch "Menschen zu zwingen, Medikamente einzunehmen, die sie nicht wollen oder brauchen", sagte Carlson und bezeichnete die Initiative bei "Tucker Carlson Tonight" als "den mit Abstand größten Skandal meines Lebens".

Die Anti-Impf-Rhetorik einiger Fox-News-Moderatoren kommt für die amerikanische Impfkampagne zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Zwar sind bereits knapp 60 Prozent der Erwachsenen vollständig durchgeimpft – in Bezug auf die Gesamtbevölkerung sind das allerdings weniger als die Hälfte. Hinzu kommt, dass sich das Impftempo in den letzten Wochen deutlich verlangsamt hat – auch aufgrund des Widerstands konservativer Bürgerinnen und Bürger, der von rechten Politkern und Medien befeuert wird.

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Nicht alle Fox-News-Moderatoren impfkritisch

Carlsons und Ingrahams impfkritische Äußerungen treffen auf ebenjenes konservative Publikum, das den Impfungen gegenüber eh schon misstrauischer als der Durchschnittsamerikaner eingestellt ist. Die wiederholte Impfkritik rückt somit immer weiter vom rechten Rand in den Mittelpunkt konservativer Diskussionen – Meinungen, wie dass die Impf-Strategien der Regierung die bürgerlichen Freiheiten verletze und Steuergelder verschwende, werden dadurch geläufiger.

Welche Auswirkungen eine verbreitete Impfskepsis haben kann, beweisen die nackten Zahlen. In den Teilen der USA, wo wenig geimpft wird, liegt der Delta-Anteil bei mehr als 83 Prozent. Mehr als 99 Prozent aller Corona-Todesfälle sind inzwischen Menschen, die nicht geimpft sind. "Das wird zu einer Pandemie der Ungeimpften", warnte die CDC-Chefin Walensky. Daraufhin schimpfte Tucker Carlson ihre Aussage in seiner Sendung als "einfach nicht wahr".

Doch nicht alle bei Fox News sehen das Thema Impfungen so einseitig. Carlsons Kollege Sean Hannity appellierte eindrücklich an die Zuschauer seiner Primetime-Show am Montagabend: "Bitte nehmen Sie Covid ernst." Der einflussreiche Moderator – der auch ein enger Verbündeter von Ex-US-Präsident Donald Trump ist – machte deutlich: "Ich glaube an die Wissenschaft, ich glaube an die Wissenschaft der Impfung." Auch die Moderatoren Steve Doocy und Bill Hemmer outeten sich als Unterstützer der Impfkampagne.

Es bleibt abzuwarten, wie viele konservativ denkende Amerikanerinnen und Amerikaner auf die Stimmen, die die Sicht der Wissenschaft unterstützen, hören werden – und sich doch noch impfen lassen. Fest steht: Delta wird nicht auf sie warten, wenn sie sich nicht bald entscheiden.


Quellen: "New York Times", Guardian, Fox News, mit DPA

Tipps einer (S)Expertin: Kann Sexspielzeug für Paare das Liebesleben (neu) beflügeln?

Written By: Anna Stefanski - Jul• 21•21

Vom Phallussymbol zum Designerstück: Die Zeiten, in denen der Besitz von Sexspielzeug etwas Anstößiges war, sind längst passé. Der regelmäßige Gebrauch ist für Frauen wie Männer etwas ganz Alltägliches – aber gilt das auch für Beziehungen? Und können Sextoys das Liebesleben verbessern? Der stern hat nachgefragt.

Mittlerweile nutzen immer mehr Menschen Sextoys. Laut einer aktuellen Statistik sogar 60 Prozent der befragten Frauen und fast 50 Prozent der befragten Männer. Wie häufig Sexspielzeug jedoch das Liebesleben von Paaren bereichert, geht aus der Statistik nicht hervor. Vor allem in Langzeitbeziehungen gilt es oft als Wundermittel für ein eingeschlafenes Sexleben. Aber sind Paarvibratoren und Co. dafür wirklich die Lösung? Wie Sie Sextoys für sich nutzen können und was die größten Anfängerfehler sind, verrät Ann-Marlene Henning, renommierte Sexual- und Paarberaterin, dem stern in einem Interview.

API Paarvibrator

"Für viele ist es im ersten Moment befremdlich": (S)Expertentipps einer Sexual- und Paarberaterin

Sie zählt zu Deutschlands bekanntesten Sexualtherapeuten und ist eine Meisterin ihres Fachs – genauer gesagt ihrer Fächer (Sexologie und Paartherapie): Ann-Marlene Henning. Die Sexologin unterstützt Paare bei der Suche nach Lösungen für sexuelle Flauten, sexuelle Unlust oder auch sexuelle Wünsche. Um das vielleicht etwas eingeschlafene Liebesleben zu verbessern und den Spaß am Sex neu oder wieder zu entdecken. Ob Sexspielzeug für Paare dabei eine wichtige Rolle spielen sollte, beantwortet sie in dem folgenden Interview.

Frau Henning, wieso haben manche Paare Berührungsängste, wenn es um das Thema Sexspielzeug geht?
Für viele Paare ist das Thema negativ besetzt. Sexspielzeug kommt häufig ins Gespräch, wenn das Gefühl entsteht, das normale Sexleben würde nicht mehr klappen oder nicht mehr ausreichen. Die Motivation, warum es eingesetzt wird, spielt da eine große Rolle. Schaut ein Paar dagegen positiv, spielerisch und neugierig auf die Sache, sieht es gleich freundlicher aus: So kann Sexspielzeug eine gute Anregung für das eigene Sexleben sein. 

Welches Sexspielzeug würden Sie Paaren empfehlen, die bisher keine Erfahrungen damit haben?
Ich würde ein Sexspielzeug ohne Motor empfehlen. Und den Vorschlag machen, erst mit Ölen, Cremes und Federn etc. zu spielen. Erst wenn sich das Paar von der herkömmlichen Choreografie ihres Sexes etwas gelöst hat, können andere Dinge wortwörtlich mit ins Spiel kommen. Mein eigenes intim-erotisches Spiel habe ich für Paare entwickelt, die sich lange nicht mehr wirklich gespürt haben. Es beginnt mit kleinen, kurzen Gesprächen und führt zu kleinen, feinen Berührungen. Den Abschluss des Spiels entwickelt das Paar selbst – ob es zum Sex kommt oder nicht, ist ganz ihnen überlassen. Generell geht es mir immer erst um das Spüren von sich selbst und dem oder der anderen.

API Spiel

Würden Sie Paare dazu ermutigen, Sexspiele mit in ihr Liebesleben zu integrieren?
Sexualtherapeuten und -therapeutinnen versuchen kaum Paare dazu zu ermutigen, Sexspielzeug zu integrieren, da das Körpereigene erstmal wichtiger ist. Sexspielzeug kann kein eingeschlafenes Liebesleben aufwecken. Wenn ein gelangweiltes Paar die Lösung für ihre Sexflaute über Spielzeug sucht, wird es bei einem kurzen Aufflammen bleiben, und schon ist alles so langweilig wie vorher. Wichtig ist es, mehr Wissen zum eigenen Körper und auch dem des Partners oder der Partnerin aufzubauen. Das steht im Vordergrund.  Erst danach kann Spielzeug dazukommen. Gerade bei Älteren, beispielsweise bei Männern, die nach einer Prostataerkrankung keine hinreichende Erektion mehr hinbekommen, kann Spielzeug eine Aushilfe sein, um beispielsweise die eigene Frau doch noch mit Geschlechtsverkehr zu verwöhnen. Zum Beispiel mit einem Strap-On oder einem Dildo.

Was sind die typischen Anfängerfehler, die viele Paare machen, wenn es um Sexspielzeug geht?
Der typische Anfängerfehler ist davon auszugehen, dass alles wie von selbst sofort noch besser wird. Die Realität ist oft anders. Für viele ist es im ersten Moment befremdlich, mit Plastik- oder Silikonteilen im Bett rumzuhantieren. Motoren brummen, alles vibriert. Wie immer hilft da eine gute Portion Humor. Nach und nach gewöhnt man sich daran und kann sich entspannen, dann kann das Rumprobieren und "Spielen" beginnen. Ein anderer Fehler ist, dass beide Partner sich so sehr an das gewaltige Vibrieren und Brummen gewöhnen, dass danach nichts mehr ohne geht. Wie ich oft meine: Zunge, Finger oder Penis vibrieren nicht.

Studie: So viel Sex haben die Deutschen

Im September 2020 sorgte eine neue Studie zum Thema "Gesundheit und Sexualität in Deutschland" (GeSiD) für mediale Aufmerksamkeit. Sie wurde von dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Sozialforschungsinstituts Kantar durchgeführt. Daran beteiligt waren 4.955 Erwachsene (davon 2.336 Männer und 2.619 Frauen) zwischen 18 bis 75 Jahren. Dabei herausgekommen ist unter anderem, dass 42 Prozent der Befragten den Gebrauch von "Dildos oder Vibratoren" für eine ungewöhnliche Sexpraktik halten. Was die Aussagen von Ann-Marlene Henning über die Berührungsängste gegenüber Sextoys unterstützt. Und wie steht es um das Sexleben der Befragten? Auch das geht aus der Studie hervor: Rund ein Fünftel der Befragten gab an, das letzte Mal vor mehr als vier Wochen sexuell aktiv gewesen zu sein. In punkto Häufigkeit verrieten die Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren, durchschnittlich fünfmal pro Monat Sex zu haben. Bei den 36- bis 45-Jährigen waren es immerhin noch viermal pro Monat und bei den 46- bis 55-Jährigen 45 Mal auf das ganze Jahr gerechnet. Also im Schnitt ebenfalls viermal im Monat.

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Sie läuft, er rennt: Ein Leben ohne Zucker: Ich habe es ausprobiert

Written By: Alexandra Kraft - Jul• 20•21

Seit einiger Zeit lebt stern-Redakteurin Alexandra Kraft fast ohne Zucker. Wie es ihr dabei geht und was sich für sie als Läuferin verändert hat - ein Erfahrungsbericht.

Hören Sie den Podcast hier oder direkt bei Audio NowSpotify, iTunes und weiteren Podcast-Anbietern.

Meine Bilanz war einfach mies. Ganz klar wurde mir das, als ich morgens ein Bircher-Müsli mit Kirschen gegessen habe. Danach hatte ich ein unangenehmes Gefühl im Magen. Schwer, voll und grummelig. Und der süße Geschmack im Mund wollte auch nach dem Zähneputzen nicht verschwinden. Ziemlich bald danach war ich schon wieder hungrig. Ich gierte geradezu nach etwas zu essen. Komisch, dachte ich. Sollte Müsli nicht wenigstens für ein paar Stunden satt machen? Irritiert kramte ich die Verpackung aus dem Mülleimer. Fast vier Euro hatte die 100 Gramm Portion im Bioladen gekostet. «Schmeckt super, das beste, das wir haben«, hatte die Kassiererin mir mit auf den Weg gegeben.

Verletzungen 15.30

Als ich auf die Unterseite schaute, dort wo versteckt und klein gedruckt die Zutaten standen, dann der Schock. Von den 100 Gramm waren 45 Gramm Zucker. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt für Erwachsene höchstens 25 Gramm pro Tag. Alles darüber sei gesundheitsschädlich. Mit den zwei Löffeln Zucker, die ich wie immer in meinen Tee gerührt hatte, hatte ich schon bevor ich morgens aus dem Haus ging, die doppelte Portion des süßen Kristalls intus. Ein echter Schock, der mich zum Nachdenken brachte. Heute gilt der übermässige Genuss von Zucker als Haupttreiber für die Entstehung des besonders ungesunden Bauchfetts.

Auch ohne Übergewicht kann man ungesund leben

Ich habe kein Übergewicht, laufe zwei, manchmal drei Mal pro Woche und fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ich hatte das Gefühl, dadurch vor Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Diabetes bestens geschützt zu sein. Aber war das ein Irrglaube. Im Kopf rechnete ich nach. Alle paar Tage eine Dose Cola. Dazwischen immer mal ein paar Toffifee, der Zucker im Tee, beim Mittagessen ein kleiner Schokopudding zum Nachtisch, Gummibären und so weiter. Es summierte sich ordentlich was zusammen. Ich hatte ehrlich komplett das Gefühl verloren, wie viel Zucker ich pro Tag zu mir nahm. Offen oder versteckt, immer mal zwischendurch.  Nach meiner kleinen Hochrechnung war mir aber schnell klar: eindeutig zu viel. So wie mir geht es vielen in Deutschland. Im Durchschnitt ißt eine Person hierzulande pro Jahr 35 Kilo Zucker. 

Brauchen Läufer Muskeln 0900

Weil es so viele betrifft, haben wir uns in der neuen Folge unseres Lauf-Podcast "Sie läuft. Er rennt." mit dem Thema beschäftigt, wie der regelmäßige und übermäßige Konsum des süßen Stoffes uns krank macht. Auch mein Co-Host Mike Kleiß war regelrecht süchtig nach Zucker. «Ich stand nachts sogar auf, um mir Süßigkeiten aus dem Kühlschrank zu holen," berichtet er. Ebenfalls eint uns, dass wir irgendwann entschieden haben, unseren Zuckerkonsum dramatisch zu reduzieren. Mike versucht, wann immer möglich darauf zu verzichten. Ich vermeide seit nunmehr fast drei Jahren Zucker meist komplett. Wie ein Leben ohne Zucker funktioniert und wie sich der Verzicht auf die Laufleistung auswirken kann - das und noch viel mehr erfahrt ihr in der neuen Folge des Podcast. Hört rein.