Corona-Lage im Lockdown: Expertenrunde mit Spahn und Drosten – „Müssen verhindern, dass die dritte Welle kommt“

Written By: Florian Schillat - Jan• 22•21

Wie geht der Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland weiter? Antworten könnte Gesundheitsminister Spahn liefern, der mit Experten wie Christian Drosten die aktuelle Lage einordnen will. Verfolgen Sie alle wichtigen Ereignisse in unserem Liveblog.

Oft stand diese Woche auch in Deutschland der neue US-Präsident Joe Biden im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit – heute allerdings dürfte dies wieder für den Kampf gegen die Corona-Pandemie gelten.

Corona-Pk mit Spahn, Drosten und Wieler im Liveblog

Mehrere Länderparlamente, darunter in Thüringen und im Saarland, beraten über die Verlängerung und Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen, in Hamburg gelten die strengeren Regeln zum Maskentragen seit Mitternacht, und in Baden-Württemberg beginnen 50 Kreisimpfzentren mit ihrer Arbeit. Zugleich sind viele Fragen dazu, wie der Kampf gegen das Virus weitergeht, offen.

PAID berlin nach Merkel PK_16.10Uhr

Antworten könnte heute Gesundheitsminister Jens Spahn liefern, der zusammen mit dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler, dem Virologen Christian Drosten und weiteren Experten die aktuelle Lage einordnen will. Wir informieren Sie über alle wichtigen Ereignisse aus der Pressekonferenz in unserem Liveblog.

Rettungssanitäter im Video: Tobi Schlegl über Krankenhaus-Zustände: „Das will ich nie wieder erleben“

Written By: Linda Richter - Jan• 21•21

Die Pflege in Deutschland befindet sich im Notstand. Der stern ruft deshalb zum Unterschreiben der großen Pflege-Petition an den Bundestag auf. Im Video erklärt Rettungssanitäter Tobi Schlegl, warum er das unterstützt. 

Die Pflege in Deutschland befindet sich im Notstand. Der stern ruft deshalb zum Unterschreiben der großen Pflege-Petition an den Bundestag auf. Im Video erklärt Rettungssanitäter Tobi Schlegl, warum er das unterstützt. 

Konsequenzen für Europa: Biden folgt auf Trump: USA-Expertin erklärt, was das für Deutschland bedeutet

Written By: Sarah Klößer - Jan• 21•21

Joe Biden folgt als 46. Präsident der USA auf Donald Trump. Die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland haben unter Trump stark gelitten. Was ist von Biden zu erwarten? Welche Auswirkungen hat seine Politik auf Deutschland? Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin mit Einschätzungen im Video.

Joe Biden folgt als 46. Präsident der USA auf Donald Trump. Die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland haben unter Trump stark gelitten. Was ist von Biden zu erwarten? Welche Auswirkungen hat seine Politik auf Deutschland? Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin mit Einschätzungen im Video.

Neuer US-Präsident: Der Mensch Joe Biden – sein bewegtes Leben in Bildern

Written By: Thomas Krause - Jan• 20•21

Seit 1972 ist Joe Biden Politiker in Washington – nun endlich ist er US-Präsident. In seiner langen Karriere bis zur US-Präsidentschaft hat er aber auch schwere Schicksalsschläge erlebt.

Seit 1972 ist Joe Biden Politiker in Washington – nun endlich ist er US-Präsident. In seiner langen Karriere bis zur US-Präsidentschaft hat er aber auch schwere Schicksalsschläge erlebt.

Amtseinführung von Joe Biden: Lyrikerin Amanda Gorman berührt mit ihrem Gedicht die Herzen der US-Bürger

Written By: Eugen Epp - Jan• 20•21

Die Lyrikerin Amanda Gorman wurde mit ihrem Gedicht zum heimlichen Star der Amtseinführung von Joe Biden. Dabei scheute sich die 22-Jährige nicht, auch die traumatischen Ereignisse der vergangenen Wochen anzusprechen.

Ihr Auftritt kam fast ganz am Ende der Amtseinführung von Joe Biden, und bei vielen Zuschauern hinterließ Amanda Gorman einen bleibenden Eindruck. Die 22-jährige Lyrikerin rezitierte das traditionelle "Inaugural Poem": Bei der Vereidigung jedes Präsidenten gibt ein Dichter dem neuen Staatschef, aber auch dem Volk einige Worte mit auf den Weg.PAID Vorbericht Inauguration 17.20

Amanda Gorman war die jüngste Lyrikerin, der diese Ehre bisher zuteil wurde. Ihr Gedicht trug den Titel "The Hill We Climb", auf Deutsch: "Der Berg, den wir besteigen". Darin bezieht sie sich deutlich auf die Herausforderungen, die die amerikanische Demokratie und Gesellschaft in den vergangenen Jahren zu meistern hatten, wagt aber auch einen hoffnungsvollen Ausblick. Sie sprach von antidemokratischen Kräften, die fast die Oberhand behalten hätten, aber auch davon, dass die Demokratie in den Vereinigten Staaten zwar vorübergehend geschwächt, aber nie endgültig besiegt werden könne.

Amanda Gorman spricht unangenehme Wahrheiten aus

Mit ihrem charismatischen Auftritt hat die Dichterin aus Los Angeles die Herzen der Amerikaner berührt – und die von vielen Menschen auf der ganzen Welt, die die Amtseinführung verfolgt haben. In den sozialen Netzwerken zeigten die User ihre Anerkennung und Begeisterung. Schnell machten auch Zitate aus ihrem Gedicht die Runde. 

   

Zuvor hatte Amanda Gorman angekündigt: "In meinem Gedicht werde ich in keiner Weise beschönigen, was wir in den vergangenen Wochen und Jahren gesehen haben. Aber was ich mit dem Gedicht wirklich anstrebe, ist einen Weg zu zeigen, auf dem unser Land immer noch zusammenkommen und heilen kann. Es tut dies auf eine Weise, die die unangenehmen Wahrheiten, mit denen sich Amerika auseinandersetzen muss, nicht auslöscht oder vernachlässigt."

Nach der Amtseinführung von Joe Biden klingen vor allem die letzten Zeilen ihres Werks nach: "For there is always light, if only we're brave enough to see it, if only we're brave enough to be it." Frei ins Deutsche übersetzt: "Denn es gibt immer Licht, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen – wenn wir nur mutig genug sind, es selbst zu sein."

Quelle: "New York Times"

Positiv bleiben: Stefanie Stahl: „Unser Gehirn hat die fürchterliche Angewohnheit, immer nur auf die Baustellen zu gucken“

Written By: Tina Pokern - Jan• 20•21

Die Pandemie ist eine Nervensäge. Wie wir es schaffen, trotzdem positiv zu bleiben, und welche Auswege es aus dem Grübelzwang gibt, erklärt Psychotherapeutin und Bestseller-Autorin Stefanie Stahl.

Frau Stahl, es ist gar nicht so leicht bei all den schlechten Nachrichten derzeit noch gute Laune zu bewahren – wie klappt es trotzdem?

Erstmal sollte man sich nicht unter Druck setzen, schlechte Laune gehört manchmal zum Leben dazu. Es hilft aber beispielsweise, sich nicht ständig die Nachrichten reinzupfeifen, einmal am Tag genügt. Stattdessen sollte man sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren, auf die Dinge, die anliegen. Wichtig ist auch, dass man das Gehirn beim Denken nicht sich selbst überlässt, sondern darauf achtet, in welche Richtung sich die Gedanken bewegen.

Wie bekommt man seine Gedanken in den Griff?

Zum Beispiel, indem man die Dinge, die einen belasten und auch die, die gut laufen, niederschreibt. Unser Gehirn hat die fürchterliche Angewohnheit, immer nur auf die Baustellen zu gucken, auf das, was schlecht läuft. Daher sollte man bewusst auch darauf achten, was gut ist, wofür man dankbar sein kann. Sonst kommt man zu schnell ins Jammern.

Zeit zum Nachdenken gibt es derzeit wahrlich genug. Zu viel Zeit?

Das ist eine Mischkalkulation. Einerseits kann man die Zeit gerade wunderbar für Selbstreflektion, für persönliche Weiterentwicklung nutzen – zum Beispiel in dem man einen guten Ratgeber liest. Auf der anderen Seite kann man aber auch nicht von morgens bis abends über sich selbst nachdenken. Wir brauchen auch Ablenkung und vor allem Struktur. Es ist wichtig jetzt nicht zu vergammeln, sondern dass man, auch wenn man eventuell gerade in Kurzarbeit ist, morgens aufsteht, sich anzieht und den Tag plant. Bewegung sollte unbedingt in den Tagesablauf eingebunden werden. Bewegung ist das beste Antidepressivum, das es gibt.PAID Beziehungsabhängigkeit 16.00

Ist jetzt die Gelegenheit, lang gehegte Pläne umzusetzen?

Es ist die absolut beste Zeit, Projekte anzugehen. Ich sage Ihnen auch warum: Ohnmacht kann depressiv machen. Über die momentane Situation haben wir keine Kontrolle. Wir werden unter irgendwelche Maßnahmen und Regeln gestellt, die wir zum Teil einsehen, manche aber auch nicht. Wir fühlen uns dem ohnmächtig ausgesetzt, in unserer Freizeit und zum Teil auch in unserer Freiheit begrenzt. Das ist das Gefühl, das einem so tierisch auf die Nerven gehen kann. Durch Projekte können wir die aktuelle Situation in etwas Positives für uns verkehren, in etwas, was sich gut anfühlt und dadurch ein Stück weit Kontrolle zurückerlangen. Das ist der Trick dabei.

Sie sagten, auch Ablenkung sei wichtig. Die ist derzeit nur gar nicht so leicht zu bekommen. Was macht das mit unserer Psyche?

Es gibt aktuell wirklich mehr Menschen, die psychische Probleme haben. Aber mehr noch als die mangelnde Ablenkung ist es die fehlende Tagesstruktur, die vielen fehlt. Ich brauche schon eine gewisse Stabilität, um damit umgehen zu können, dass kein klares Ende der Pandemie in Sicht ist. Wenn wir heute wüssten, am 17. August ist alles vorbei, dann hätten wir eine andere Einstellung dazu. Aber so ist die Lage diffus. Bei Menschen, die sowieso schon eine Prädisposition zu depressiven Verstimmungen oder Ängsten haben, labilisiert sich die Situation, weil nichts normal ist und sich nichts normal anfühlt. Was sich nicht normal anfühlt und einen dazu noch umbringen kann, macht Angst. Dazu kommt, dass viele Rituale, Institutionen und Kontaktmöglichkeiten wegfallen. Das ist natürlich bitter, sowohl für unser Bindungsbedürfnis als auch unserem Bedürfnis nach Kontrolle und Stabilität. 

Familie, Lebenspartner, Freunde können sich gegenseitig stützen, Kraft geben, wenn die Gedanken einmal allzu düster werden. Aber was tun, wenn einer nur noch in der Negativ-Gedankenspirale festsitzt?

Für möglichst viele positive Erlebnisse sorgen. Wenn jemand nur noch grübelt, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass jemand in eine Depression reinrutscht. Das Problem ist: Das Gehirn speichert dann keine positiven Erfahrungen mehr ab, stattdessen ist das Zentrum, das negative Emotionen generiert und festhält, extrem aktiviert. Deswegen ist es wichtig, dass man aktiv für positive Erlebnisse sorgt. 

An was denken Sie dabei?

Rausgehen, wandern, einen schönen Film gucken, was Leckeres kochen - alles was einem im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten einfällt. Durch das Positiv-Erlebnis bekommt der andere bestenfalls einen Kick und wird aus dem Grübelzwang rauskatapultiert. Immer wenn wir die Konzentration auf etwas richten, was außerhalb von uns selbst liegt, entlastet das sehr, dann sind wir selbstvergessen. Das ewige Wiederholen der immer gleichen Inhalte ist als hilfloser Versuch des Gehirns zu verstehen, irgendetwas unter Kontrolle bekommen zu wollen. Deswegen auch hier: Sorgen aufschreiben. Ich vergleiche das immer mit Einkaufszetteln. Wenn ich 20 Produkte einkaufen will, sie mir aber nicht notiere, habe ich sie ständig im Kopf, damit ich sie nicht vergesse. Habe ich eine Liste, kann sich das Gehirn anderen Dingen widmen. .

Podcast
Ist Monogamie eine Utopie? Sexflaute, aber wieso? Betrug in der Beziehung? Ob Beziehungsprobleme, Selbstzweifel oder Bindungsangst - in jeder Folge des Psychotherapie-Podcasts "Stahl aber herzlich", der am 20.1. startet, behandelt Psychologin Stefanie Stahl ein spezifisches Problem mit echten Klienten.

Homeoffice ist das eine, wer dazu noch Kinder daheim betreuen, Schule ersetzen muss, steht derzeit vor besonders großen Herausforderungen. Wie schafft man es, trotz erhöhtem Stresspegel ruhig zu bleiben und nicht zum Hausdrachen zu mutieren?

Letztlich hängt alles immer von der eigenen Stimmung ab. Daher ist es wichtig, dass man für ganz viel eigene Entlastung sorgt, also möglichst viele Dinge macht, die einem persönlich gut tun. Das lädt die Batterien auf. Und: Den Perfektionismus aufgeben. Es muss nicht immer alles klappen. Entlastend ist eine gute Tagesstruktur, denn dann passieren die Dinge nicht einfach irgendwann. Mit den Kindern kann man feste Zeiten vereinbaren, Schule und Freizeit trennen und die Schulsachen dann auch wegräumen. Man sollte auch versuchen, sich für das zu begeistern, was die Kinder lernen und die neue Aufgabe nicht nur als lästig zu empfinden.

Zu viel oder zu wenig Nähe und Distanz macht gerade vielen zu schaffen. Auch Singles haben zu knapsen. Ihr Problem: Einsamkeit. Ist es eine gute Idee, jetzt nach einem Partner zu suchen?

Warum nicht? Es gibt online viele Möglichkeiten. Laut Studienlagen sind im Internet angebahnte Beziehung haltbarer und glücklicher als die aus dem wirklichen Leben. Das ergibt für mich total Sinn. Und auch für Menschen, bei denen das Singledasein Gründe hat wie ein bestimmtes Beuteschema oder versteckte Bindungsängste, ist jetzt eine gute Zeit, um zu reflektieren und sich neu aufzustellen

Können Sie erklären, was Online-Dating besser kann als das Kennenlernen im realen Leben?

Wenn man sich übers Internet kennenlernt, ist man nicht direkt verliebt, sondern man checkt sich aus, prüft, ob überhaupt eine gemeinsame Basis da ist. Wenn man sich dann trifft und sich verliebt, passt es. Im wirklichen Leben ist es genau umgedreht, man verliebt sich am besten auf den ersten Blick, zeigt sich von seiner besten Seite und wenn die ganzen Hormone abgebaut sind, man wieder bei klarem Verstand ist, sieht man erstmal, was man sich da angelacht hat. Insofern ist es gut, auch im Internet zu gucken.

Frau Stahl, verraten Sie uns noch, wie Sie es derzeit schaffen, positiv zu bleiben?

Ich habe das Glück in einer glücklichen Ehe zu sein. Und ich habe den Spieß umgedreht und mit einem neuen Buchprojekt aus der Not die Tugend gemacht. Außerdem gehe ich viel spazieren. Manchmal muss ich mich zwar dazu zwingen, aber nach ein paar Schritten geht’s mir meist direkt besser.

„Inside America“: Was wollen die Amerikaner von Joe Biden? Hier schildern sie ihre großen Hoffnungen

Written By: Jan Christoph Wiechmann - Jan• 20•21

Joe Biden legt heute in Washington seinen Amtseid ab. Aber was erhoffen sich die Bürger von ihrem 46. Präsidenten? US-Korrespondent Jan Christoph Wiechmann hat sich auf eine Reise durch den Nordosten des Landes begeben und nachgefragt.

Hören Sie den Podcast hier oder direkt bei Audio Now, Spotify, iTunes und weiteren Podcast-Anbietern.

Die Machtübergabe in den USA wird angesichts ihrer beispiellosen Begleitumstände in die Geschichte eingehen: Wegen der Corona-Pandemie gibt es für den designierten Präsidenten Joe Biden zum einen kein Massenpublikum in Washington.

Die Erstürmung des Kapitols durch gewalttätige Trump-Anhänger vor zwei Wochen hat die Behörden zudem zu erheblicher Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen veranlasst. Weite Teile der US-Hauptstadt sind abgeriegelt. Die Polizei wird nach Pentagon-Angaben von rund 25.000 Soldaten der Nationalgarde unterstützt.PAID Interview Lütjen Spaltung USA, 21.10

Sobald Joe Biden seinen Amtseid abgelegt hat, wartet auf den 46. Präsidenten des Landes sogleich viel Arbeit. Die USA hätten keine Zeit zu verlieren, um die Krisen anzupacken, denen die Nation gegenüberstehe, schrieb Biden auf Twitter. "Deshalb werde ich mich nach meiner Vereidigung morgen gleich an die Arbeit machen."Infobox Inside America NEU

Biden hat es aber nicht nur mit vielen Krisen zu tun, sondern auch mit einem Land, in dem die Menschen sehr unterschiedliche Vorstellungen haben. US-Korrespondent Jan Christoph Wiechmann fuhr zu Ureinwohnern auf dem Land, Umweltaktivisten in Pennsylvania, Krankenschwestern der Pandemie und in die Hauptstadt Washington und fragte die Amerikaner: Was erhoffen sie sich von Joe Biden und Kamala Harris?

Corona-Gipfel von Bund und Ländern: Lockdown wird verlängert und verschärft – Angela Merkel: „Es ist hart, was wir den Menschen jetzt zumuten müssen“

Written By: Florian Schillat - Jan• 19•21

Die Teilnehmer des Corona-Gipfels haben sich nach stundenlangen Beratungen auf schärfere Beschränkungen geeinigt. Die neuen Regeln betreffen Schulschließungen, das Homeoffice und die Maskenpflicht. Auf allgemeine Ausgangsbeschränkungen außerhalb von regionalen Hotspots wird verzichtet. Die Beschlüsse zum Nachlesen im stern-Liveblog.

Wieder einmal haben die Regierungschefs von Bund und Ländern bei einem virtuellen Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt um den richtigen Umgang mit der Pandemie gerungen. Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten einigten sich nach achtstündigen Beratungen auf verschärfte Corona-Beschränkungen und eine Verlängerung des aktuellen Lockdowns.

Das sind die neuen Corona-Maßnahmen:

  • Der bestehende Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert. Geschäfte, Restaurants und Friseure bleiben geschlossen.
  • Persönliche Kontakte sollen weiterhin auf ein Minimum reduziert werden. Ein Haushalt darf sich nur mit einer weiteren Person treffen.
  • Die Schulen bleiben geschlossen bzw. die Präsenzpflicht wird ausgesetzt
  • Neu eingeführt wird die Pflicht zum Tragen von FFP2- beziehungsweise medizinischen Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkauf im Supermarkt.
  • Hochwertigere Masken sind künftig auch in Kirchen, Synagogen, Moscheen und bei Zusammenkünften anderer Glaubensgemeinschaften vorgeschrieben. 
  • Arbeitgeber müssen per Verordnung bis zum 15. März Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Wenn Homeoffice keine Option ist, sind medizinische Masken am Arbeitsplatz Pflicht. Anfang und Ende der Arbeitszeit müssen variieren, auch um Busse und Bahnen zu entlasten.
  • Weil die so Inzidenz von 50 vielerorts nicht erreicht wird, sollen - wo immer möglich - lokal strengere Maßnahmen ergriffen werden.

PAID Es rumpelt beim Impfen 8.18 UhrIn einer Experten-Anhörung im Vorfeld der Beratungen hatten am Montagabend mehrere Wissenschaftler für einen rigiden Kurs plädiert, eine sogenannte "No-Covid"-Strategie. Konkret empfahlen sie, den Lockdown so lange zu verhängen, bis eine Inzidenz von zehn Infektionen pro 100.000 Einwohnern erreicht werde. Danach müsse die Inzidenz weiter auf null sinken.

Besondere Streitpunkte bei diesem Gipfel waren der richtige Umgang mit den neuen Virus-Mutationen und die damit verbundene Schließung von Schulen und Kitas.

Corona-Gipfel von Bund und Ländern: Corona-Gipfel legt Pause ein – offenbar weiterhin keine Einigung über Schulschließungen

Written By: Florian Schillat - Jan• 19•21

Die Corona-Lage bleibt angespannt: Bei den Infektionszahlen deutete sich zuletzt leichte Entspannung an, aber die ansteckendere Virus-Mutation ist auf dem Vormarsch. Lockerungen sind vorerst nicht in Sicht. Alle News rund um den Corona-Gipfel im stern-Liveblog.

Wieder einmal findet ein virtueller Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt statt. Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beraten über eine Verlängerung des Lockdowns über den 31. Januar hinaus, voraussichtlich bis zum 14. Februar. Angesichts der weiterhin angespannten Lage und höherer Infektionsrisiken durch mutierte Virus-Varianten sind sogar Verschärfungen wahrscheinlich. 


Diese neuen Corona-Maßnahmen stehen bereits fest:

  • Der Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert.
  • Für private Treffen gilt: Nur Personen aus dem eigenen Haushalt plus eine weitere nicht im Haushalt lebende Person.
  • Pflicht von FFP2- beziehungsweise medizinischen Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften.
  • "Weitgehende Nutzung von Homeoffice-Möglichkeiten", Arbeitgeber müssen Homeoffice ermöglichen.
  • Besondere Schutzmaßnahmen für Alten- und Pflegeheime. Bedeutet: FFP2-Maskenpflicht fürs Personal, Testen von Mitarbeitern und Besuchern.
  • Für Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen gilt: 1,5-Meter-Mindestabstand, Maskenpflicht, Gesangsverbot.

Sehen Sie im Video: SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert kostenlose FFP2-Masken am Arbeitsplatz.

In einer Experten-Anhörung im Vorfeld der Beratungen plädierten am Montagabend mehrere Wissenschaftler für einen rigiden Kurs, eine sogenannte "No-Covid"-Strategie. Konkret empfehlen sie, den Lockdown zunächst bis zu einer Inzidenz von zehn Infektionen pro 100.000 Einwohnern zu verhängen. Danach müsse die Inzidenz weiter auf null sinken.

Corona-Gipfel von Bund und Ländern: Offenbar erste Einigung: Lockdown soll bis zum 14. Februar verlängert werden

Written By: Florian Schillat - Jan• 19•21

Die Corona-Lage bleibt angespannt: Bei den Infektionszahlen deutete sich zuletzt leichte Entspannung an, aber die ansteckendere Virus-Mutation ist auf dem Vormarsch. Lockerungen sind vorerst nicht in Sicht. Alle News rund um den Corona-Gipfel im stern-Liveblog.

Wieder einmal findet ein virtueller Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt statt. Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beraten über eine Verlängerung des Lockdowns über den 31. Januar hinaus, voraussichtlich bis zum 14. Februar. Angesichts der weiterhin angespannten Lage und höherer Infektionsrisiken durch mutierte Virus-Varianten sind sogar Verschärfungen wahrscheinlich. Möglich sind eine FFP2-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften, schärfere Regeln beim Homeoffice und weitere Einschränkungen der Kontakte bis zu Ausgangssperren und eine stärkere Einschränkung der Mobilität.

In einer Experten-Anhörung im Vorfeld der Beratungen plädierten am Montagabend mehrere Wissenschaftler für einen rigiden Kurs, eine sogenannte "No-Covid"-Strategie. Konkret empfehlen sie, den Lockdown zunächst bis zu einer Inzidenz von zehn Infektionen pro 100.000 Einwohnern zu verhängen. Danach müsse die Inzidenz weiter auf null sinken.